Digitale Resilienz: Wie eine «Cyber Safari» Jugendliche auf die digitale Welt vorbereitet

Franziska Oehmer-Pedrazzi
Jugendliche in der Schweiz verbringen ihre Freizeit zunehmend online. Digitale Medien bieten ihnen viele Vorteile, doch sie bergen auch Risiken: Cyberbullying, Fake News und übermässiger Online-Konsum sind nur einige der Herausforderungen. Um diesen Gefahren zu begegnen, bedarf es geeigneter Instrumente, welche die Medienkompetenz fördern und die digitale Resilienz stärken. Genau hier setzt das Projekt der «Cyber Safari App» an.

In den Schulen wird Medi­enkom­pe­tenz bere­its seit einiger Zeit unter­richtet. Doch ein spezielles Ange­bot zur Förderung dig­i­taler Resilienz fehlt bis­lang. Dabei zeigen wis­senschaftliche Unter­suchun­gen, dass spielerische Lern­meth­o­d­en und eine Verbindung von dig­i­tal­en und physis­chen Räu­men die Moti­va­tion und den Lern­er­folg erhe­blich steigern kön­nen. Genau diese Lücke soll mit der «Cyber Safari App» geschlossen wer­den. Das Pro­jekt nimmt sich das erfol­gre­iche Konzept der dig­i­tal­en Schatz­suchen zum Vor­bild und kom­biniert dig­i­tale Her­aus­forderun­gen mit ein­er realen Erkun­dungs­tour durch Zürich. In Kle­in­grup­pen absolvieren die Teil­nehmenden sechs miteinan­der verknüpfte «Chal­lenges», die physis­che Orte mit dig­i­tal­en Prob­lem­feldern verbinden. Einige Beispiele: Am Zürcher Haupt­bahn­hof etwa kon­fron­tiert sie das The­ma Infor­ma­tion­süber­flu­tung. Vor der Stern­warte erfahren sie anhand ein­er Ver­schwörungs­the­o­rie über die Mond­lan­dung, wie sich Fake News erken­nen lassen.

 

Spielerisch lernen

Die Chal­lenges wer­den über eine eigens entwick­elte App gelöst, die auf spielerische Weise («Gam­i­fi­ca­tion») das Inter­esse der Jugendlichen weckt und sie motiviert, sich mit dig­i­tal­en Gefahren auseinan­derzuset­zen. Das Pro­jekt basiert auf wis­senschaftlichen Erken­nt­nis­sen zur Wirk­samkeit von Lern­prozessen durch Gam­i­fi­ca­tion und der Verknüp­fung mit alltäglichen Lebenswel­ten. Es zielt darauf ab, Jugendliche zu befähi­gen, dig­i­tale Medi­en kri­tisch zu reflek­tieren, ver­ant­wor­tungsvoll zu nutzen und Risiken selb­st­be­wusst zu bewälti­gen.

Das Pro­jekt wird in Koop­er­a­tion mit der ZHAW (Gre­gor Waller; Céline Külling) und der UZH (Lea Sta­hel) umge­set­zt. Finanziell unter­stützt wird das Vorhaben unter anderem durch die Dig­i­tal­isierungsini­tia­tive der Zürcher Hochschulen (DIZH).

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