In den Schulen wird Medienkompetenz bereits seit einiger Zeit unterrichtet. Doch ein spezielles Angebot zur Förderung digitaler Resilienz fehlt bislang. Dabei zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass spielerische Lernmethoden und eine Verbindung von digitalen und physischen Räumen die Motivation und den Lernerfolg erheblich steigern können. Genau diese Lücke soll mit der «Cyber Safari App» geschlossen werden. Das Projekt nimmt sich das erfolgreiche Konzept der digitalen Schatzsuchen zum Vorbild und kombiniert digitale Herausforderungen mit einer realen Erkundungstour durch Zürich. In Kleingruppen absolvieren die Teilnehmenden sechs miteinander verknüpfte «Challenges», die physische Orte mit digitalen Problemfeldern verbinden. Einige Beispiele: Am Zürcher Hauptbahnhof etwa konfrontiert sie das Thema Informationsüberflutung. Vor der Sternwarte erfahren sie anhand einer Verschwörungstheorie über die Mondlandung, wie sich Fake News erkennen lassen.
Spielerisch lernen
Die Challenges werden über eine eigens entwickelte App gelöst, die auf spielerische Weise («Gamification») das Interesse der Jugendlichen weckt und sie motiviert, sich mit digitalen Gefahren auseinanderzusetzen. Das Projekt basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Wirksamkeit von Lernprozessen durch Gamification und der Verknüpfung mit alltäglichen Lebenswelten. Es zielt darauf ab, Jugendliche zu befähigen, digitale Medien kritisch zu reflektieren, verantwortungsvoll zu nutzen und Risiken selbstbewusst zu bewältigen.
Das Projekt wird in Kooperation mit der ZHAW (Gregor Waller; Céline Külling) und der UZH (Lea Stahel) umgesetzt. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben unter anderem durch die Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH).